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Vergebung

VergebungVergebung
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Vergebung ist die mentale Reaktion einer Person auf ein tatsächliches oder angenommenes Fehlverhalten Anderer, durch die der Vergebende – unabhängig von Fragen nach Schuld, Schwere oder den Folgen der Tat – die menschliche Unvollkommenheit anerkennt, um das Geschehene akzeptieren zu können. Vergebung setzt ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz voraus, denn der Vergebende muss sich sowohl in den Anderen hineinversetzen können als sich auch seiner eigenen Emotionen bewusst werden. Die verständnisvolle Annahme eines möglichen Irrtums, fehlender Besonnenheit, blinden Gehorsams oder unmoralischen Verhaltens dürfen dabei jedoch nicht als Einverständnis in die Tat gewertet werden. Es handelt sich stattdessen um ein Verständnis für die Person als solche, ungeachtet ihrer Fehler.

Es gibt keine allgemein anerkannte Definition. Unbestrittene Elemente von Vergebung sind, dass eine Person jemanden als verantwortlich für ein schädigendes Verhalten ansieht und gleichzeitig ungezwungen und aus freien Stücken von sämtlichen Vorwürfen und Ansprüchen zurücktritt.[1] Strittig ist unter anderem, ob für Vergebung die Reue der als verantwortlich angesehenen Person notwendig ist, ob Vergebung sich notwendig auf Schuld bezieht[2] und ob emotionale Veränderungen konstitutiver Teil von Vergebungsprozessen sind.

Die Hoffnung eines „Täters“ auf Vergebung wird häufig als Verzeihung bezeichnet.

Zum Begriff 'Vergebung'

Verwendungsweisen

Das Wort 'Vergebung' wird außer in der Alltagssprache gegenwärtig vor allem in religiösen und therapeutischen Zusammenhängen verwendet. Was unter Vergebung zu verstehen ist, wird in der Philosophie, der Psychologie, der Religionswissenschaft und der Theologie diskutiert. Aufgrund der ihr zugeschriebenen positiven Wirkungen ist Vergebung auch ein häufiges Thema populärer Ratgeberkultur.[3] Vergebung wird als mögliche Reaktion im Blick auf sehr unterschiedliche Handlungen thematisiert, z. B.

  • bewusst verletzende Äußerungen
  • absichtliches Foul im Sport
  • eingeschliffene Verhaltensweisen unter Freunden (Unpünktlichkeit, Disziplinlosigkeit, Unfreundlichkeit)
  • Mobbing
  • häusliche Gewalt
  • schwere Straftaten
  • Kriegsverbrechen
  • Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  • Umgang mit der Schuld der Gegenseite in einem über Generationen andauernden Konflikt
  • Völkermord

Es ist umstritten, ob in all dies Fällen Vergebung eine mögliche oder sinnvolle Reaktion ist, oder ob bestimmtes Fehlverhalten nicht vergeben werden kann bzw. nicht vergeben werden sollte.

Abgrenzung von anderen Handlungsmustern[4]">Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wer ein Fehlverhalten vergibt, erinnert sich daran, wenn es sich um Vergangenes handelt, oder nimmt es bewusst zur Kenntnis, wenn es sich um gegenwärtiges Verhalten handelt. Er hält das Fehlverhalten nicht für vernachlässigbar und unerheblich, er ist nicht bereit, es stillschweigend zu akzeptieren, und sieht keine Gründe, die das Verhalten entschuldigen.

Vergebung ist nicht möglich, wenn auf ein Fehlverhalten mit

  • Nachsicht (die ein Fehlverhalten erkennt, es aber als nicht erheblich beurteilt)
  • entschuldigendes Verzeihen (das die Verantwortung für ein nicht vernachlässigbares Fehlverhalten aufgrund bestimmter Umstände abschwächt oder negiert)
  • Duldung (die ein Fehlverhalten fortgesetzt ohne Widerspruch und Widerstand schweigend hinnimmt und damit faktisch akzeptiert)
  • Ignorieren (wenn jemand sich bewusst oder unbewusst weigert, das Fehlverhalten zur Kenntnis zu nehmen)
  • Vergessen (wenn die Erinnerung an das schädigende Verhalten nicht mehr vorhanden ist)

reagiert wird.

Vergebung darf auch nicht mit Versöhnung gleichgesetzt werden, die darauf zielt, dass in einer Beziehung beide Parteien schuldig geworden sind, sich gegenseitig vergeben haben und nun miteinander eine von sämtlichen gegenseitigen Verletzungen unbelastete gemeinsame Zukunft erstreben

Vergebung unterscheidet sich auch von der Begnadigung eines Täters aufgrund der Gnadenbefugnis. Der Bundespräsident kann eine Begnadigung aussprechen, egal ob er der Person persönlich vergeben hat oder nicht. Und umgekehrt kann er einer Person persönlich vergeben, ohne es deshalb für richtig zu halten, sie zu begnadigen.

Vergebung in den Religionen

Vergebung ist in verschiedenen Religionen für die Beziehungen zwischen Gott/Göttern/höheren Wesen und Menschen von besonderer Bedeutung. Auch in zwischenmenschlichen Beziehungen hat sie häufig einen hervorgehobenen Stellenwert. Der Gebrauch des Wortes 'Vergebung' in religiösen Zusammenhängen ist nicht einheitlich, sondern zeigt unterschiedliche, zum Teil selbst innerhalb einer Religion widersprüchliche Verständnisse.

Abrahamitische Religionen

Vergebung gilt im Judentum, im Christentum und im Islam als herausragende Eigenschaft des einen Gottes (Monotheismus). Auf die positive Bedeutung der Vergebung Gottes für das Leben der Gläubigen und ihre Beziehung zu Gott und untereinander wird großer Wert gelegt. In allen drei Religionen ist Vergebung Grundelement der Anthropologie: Dass Gott Menschen vergibt, ist grundlegend für das Verhältnis zwischen Menschen und Gott. Für das Selbstverständnis der Gläubigen, wie es in den Heiligen Schriften dokumentiert ist, ist das Erlebnis, dass Gott ihnen vergeben hat, elementar und unverzichtbar. Daraus folgt in allen drei Religionen, dass für das Verhalten der Gläubigen untereinander und gegenüber anderen Menschen Vergebung zentrale Bedeutung hat. Jemand, der vergibt, handelt in Entsprechung mit dem offenbarten Wesen, Willen und Handeln Gottes. Die Bedeutung von Vergebung als Eigenschaft und Wille Gottes steht offensichtlich in großer Spannung zu anderen Aussagen, die vom Zorn Gottes, seiner Rache und Vergeltung sprechen, und zu den in allen drei Religionen sichtbaren Grenzen zwischenmenschlicher Vergebung. Die für manche Menschen wichtige Vorstellung, dass man auch sich selbst vergeben kann, ist nicht Teil der Aussagen über Vergebung in den Heiligen Schriften von Judentum, Christentum und Islam. Vergebung wird dort ausschließlich als Geschehen zwischen unterschiedlichen Personen verstanden.

In allen drei Religionen gibt es insbesondere seit der Aufklärung – vor allem von der Seite liberaler Theologie (, ) – Kritik an der grundlegenden Bedeutung der Vergebung Gottes für das Verhältnis von Gott und Mensch, unter anderem, weil der damit verbundene Begriff der bzw. als zunehmend problematisch empfunden wird. Die Versuche, ein Gottesverständnis zu formulieren, in dem Vergebung nur noch eine untergeordnete oder überhaupt keine Bedeutung mehr hat, sind zahlreich. Auf die Frage, warum zwischenmenschliche Vergebung zentrale Bedeutung haben sollte, wenn sie für das Verhältnis von Gott und Mensch nicht zentral ist, wird in diesen Konzeptionen nicht mehr mit dem Verweis auf die Eigenschaften Gottes und das eigene Erleben der Vergebung Gottes geantwortet, sondern auf andere Gründe verwiesen, die häufig der Philosophie oder Psychologie entstammen.

Christentum

Das Christentum lehrt die Versöhnung zwischen Gott und Mensch, indem Gott den Menschen durch Jesus Christus entgegenkam:

„Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“

Apostelgeschichte 2,38 EU

„So sei euch nun kundgetan, liebe Brüder, dass euch durch ihn Vergebung der Sünden verkündigt wird; und in all dem, worin ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet, ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt.“

Apostelgeschichte 13,38–39 LUT

„Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“

1. Brief des Johannes 2,2 LUT

Das Vaterunser enthält die Bitte um Vergebung:

„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“

Matthäusevangelium 6,12 LUT

Die anschließende Erläuterung betont die Wichtigkeit, anderen Menschen zu vergeben – indem die Vergebung durch Gott davon abhängig gemacht wird. Wenn ein Mensch anderen vergebe, so gebe er das von Gott Empfangene weiter und praktiziere „Evangelium im Kleinen“, denn auch das Vergeben unter Menschen geschehe „aus Gnade“, ohne dass der Andere die Vergebung verdient hätte.[5]

Jesus forderte das Vergeben nicht nur von seinen Jüngern, sondern praktizierte es auch selbst. Er bat in seinen letzten Worten am Kreuz um Vergebung für seine Feinde:

„Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Lukasevangelium 23,34 LUT

Die Gläubigen sollen sich gegenseitig vergeben:

„Ertragt einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!“

Kolosserbrief 3,13 LUT

Die jesuanische Ethik fordert dabei eine unbegrenzte Versöhnungsbereitschaft, also auch dann, wenn auf ein wiederholtes Angebot von Vergebung keine Resonanz erfolgt.[6]

„Da trat Petrus zu ihm und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.“

Matthäus 18,21 f. EU

Nach Martin Luther ist die Vergebung der Sünden geradezu die Hauptaufgabe der Kirche. So schrieb er im Großen Katechismus von 1529/30 im dritten Artikel des zweiten Hauptstückes Der Glaube über den Heiligen Geist:

„Darum ist alles in der Christenheit dazu bestimmt, dass man da täglich durch Wort und Zeichen lauter Vergebung der Sünden hole, um unser Gewissen zu trösten und aufzurichten, solange wir hier leben. So macht es der Heilige Geist, dass, obgleich wir Sünde haben, sie uns doch nicht schaden kann. Denn wir leben in der Christenheit, in der lauter Vergebung der Sünden ist, in dem doppelten Sinn, dass uns Gott vergibt, und dass wir uns untereinander vergeben, tragen und aufhelfen.“[7]

Hinduismus

Mahatma Gandhi gab zu bedenken, dass eine abhängige Person nicht verzeihen könne, da sie unfrei handle. Er schrieb auch: „Gewaltfreiheit ist bedeutungslos, wenn sie von einer hilflosen Kreatur ausgeht. Eine Maus wird einer Katze kaum vergeben, wenn sie es zulassen muss, von ihr in Stücke zerrissen zu werden.“[8][9]

Im Mahabharata neben dem Ramayana eines der großen hinduistischen Epen wird die Vergebung im Buch 3, Kapitel 29[10] als größte Tugend betrachtet. Es heißt: „Vergebung ist Brahma, Wahrheit, asketischer Verdienst und dessen Bewahrung, Askese, Heiligkeit und der Zusammenhalt des Universums.“

Südpazifische Religionen

Eine besondere Form der Vergebung ist Hoʻoponopono, ein psycho-spirituelles Verfahren der traditionellen Hawaiier. Seine Anwendung reicht weit über achthundert Jahre zurück.[11] Als eine geistige Reinigung dient Hoʻoponopono einer Korrektur von Fehlverhalten. Durch Aussprache (bis zur Beichte), gegenseitiges Bereuen und Vergeben in versöhnlicher, friedlicher Weise wird zur Konfliktlösung (einschließlich Lossprechung) beigetragen, dabei bis zur praktizierten Feindesliebe reichend. Traditionell wurde das Verfahren, bei dem alle an einem Problem beteiligten Personen anwesend waren (im Geiste auch die Ahnen), durch einen kahuna (Heilpriester, ähnlich einem Schamanen) geleitet. Die zur Mithilfe angerufenen höheren Wesen waren vorwiegend Naturgeister, aber auch ein Familiengeist, genannt ’aumakua.

Moderne Formen, die kahuna Morrnah Simeona begründet hat, können allein durchgeführt werden.[12] Da bei ihr die Reinigung unter der Schirmherrschaft des Schöpfers abläuft, soll auch eine Befreiung des Menschen von der Unwissenheit seiner göttlichen Herkunft erreicht werden. Sowohl bei traditionellen als auch bei modernen Formen hawaiischen Ursprungs gehören Mantras nicht dazu.

Psychologie der Vergebung

Der Gesprächspsychotherapeut Reinhard Tausch hat die psychologische Dimension des Vergebens empirisch untersucht.[13] Demnach handelt es sich um intensive innere Selbstgespräche, die eine mentale Bewältigung des verletzenden Ereignisses ermöglichen. Tausch weist darauf hin, dass bereits eine „innere“ Vergebung ausreichend sein kann, vor allem wenn der andere nicht erreichbar ist oder eine Mitteilung unangemessen erscheint.

Anselm Grün beschreibt den Weg zur Vergebung als Distanzierung von den eigenen Emotionen. So unterscheidet er etwa zwischen schädlichem Zorn und heilsamer, vor seelischer Kränkung schützender Wut.

Von entscheidender Bedeutung im Prozess der Vergebung ist die Einsicht, dass das Nicht-Vergeben psychologisch negative Auswirkungen auf den Vergebungsunwilligen haben kann[14] und in den meisten Fällen auch hat: Das Offenhalten der Erinnerung, ja deren manchmal lustbetonte Ausschmückung, welche dann kaum mehr der Realität der ursprünglichen Kränkung entspricht, kann zu einer bleibenden Last für den Versöhnungsunwilligen werden und in eine Selbstschädigung für das Opfer umschlagen, die unter Umständen belastender wird als die ursprüngliche Kränkung selbst. Schon aus Selbstschutz ist daher die Vergebungsbereitschaft einer Verhärtung der Ablehnung des Täters vorzuziehen.

Vergebung bedeutet allerdings den Aufwand erhöhter psychischer Energie, da diese vorerst einmal gegen vordergründige eigene Intentionen (wie z. B. Bestrafung des Täters bis hin zur Rache) gerichtet sein muss. Vergebung ist umso schwieriger, je mehr die psychische Freiheit durch psychische Fesseln eingeschränkt ist. Diese Fesseln zu erkennen und zu lösen kann für den Betroffenen außerordentlich schwierig sein und erfordert unter Umständen die Hilfe nicht Betroffener (z. B. Freunde oder andere Nahestehende bzw. professionelle Hilfe).

Vergebung kann, aber muss nicht Vergessen bedeuten. Extreme Schädigungen, die schon aus historischen Gründen nicht vergessen werden sollen und können, können trotzdem vergeben werden. Dies erscheint wichtig zu wissen, da auch bei weniger extremen Schädigungen die Vorstellung, dass im Falle der Vergebung alles im Sinne von „unter den Tisch wischen“ vergessen werden muss, einer sinnvollen und beiden Teilen entlastenden Vergebung entgegensteht.

Siehe auch

  • Vergangenheitsbewältigung
  • Wahrheits- und Versöhnungskommission

Literatur

  • Mariano Crespo: Das Verzeihen. Eine philosophische Untersuchung. Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1409-X.
  • Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz: Verzeihung des Unverzeihlichen? Ausflüge in Landschaften der Schuld, der Reue und der Vergebung. Text & Dialog, 2. erg. Auflage, Dresden 2013, ISBN 978-3-943897-01-2.
  • Christoph Huppenbauer: Vergebung – Zumutung des Glaubens. Herausforderung für kirchliches Handeln. Steinmann, Rosengarten bei Hamburg 2014, ISBN 978-3-927043-61-9.
  • Vladimir Jankélévitch: Das Verzeihen. Essays zur Moral und Kulturphilosophie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-58365-4.
  • Johannes Jürgensen: Schuld und Versöhnung im Prozess der Neuordnung unserer Kirche. In: Karl Ludwig Kohlwage, Manfred Kamper, Jens-Hinrich Pörksen (Hrsg.): „Was er euch sagt, das tut!“ Der Wiederaufbau der schleswig-holsteinischen Landeskirche nach dem Zweiten Weltkrieg. Dokumentation einer Tagung in Breklum 2017. Zusammengestellt und bearbeitet von Peter Godzik, Rudolf Hinz und Simeon Schildt. Matthiesen, Husum Verlag 2018, S. 73–78.
  • David Konstan: Before Forgiveness. The Origins of a Moral Idea. Cambridge 2010, ISBN 978-0-521-19940-7.
  • Lebendige Seelsorge: Sünde – Schuld – Vergebung. Heft 1/2007 online
  • Edmund Schlink: Die Gnade in Gottes Gericht (Juni 1945). C. Bertelsmann, Gütersloh 1946.
  • Sandra Schlitter, Reinhard Schlitter: Mirco: Verlieren. Verzweifeln. Verzeihen. Adeo, Asslar 2012, ISBN 978-3-942208-68-0.
  • Schuld und Vergebung. Festschrift für Michael Beintker zum 70. Geburtstag. Hrsg. von Hans-Peter Großhans, Herman J. Selderhuis, Alexander Dölecke und Matthias Schleiff. Tübingen 2017, ISBN 978-3-16-155277-9.
  • Konrad Stauss: Die heilende Kraft der Vergebung. Die sieben Phasen spirituell-therapeutischer Vergebungs- und Versöhnungsarbeit. Mit Vorworten von Joachim Bauer und Michael Klessmann. Kösel, München 2010, ISBN 978-3-466-36892-1.
  • Desmond Tutu, Mpho Tutu: Das Buch des Vergebens. Vier Schritte zu mehr Menschlichkeit. Aus dem Englischen übersetzt von Thomas Görden. Allegria, Berlin 2014.

Weblinks

Wikiquote: Vergebung – Zitate
Wiktionary: Vergebung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Paul M. Hughes: Forgiveness. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
  • Arbeitsgruppe „Die Bekennende Kirche in Schleswig-Holstein“ (Hrsg.): Website zum Thema „Schuld & Vergebung“ (nach 1945) (online auf geschichte-bk-sh.de)

Einzelnachweise

  1. P. Walsh, forgiveness. In: Ted Honderich (Hg.),The Oxford Companion to Philosophy, Oxford University Press, 1995. New Edition 2005. ISBN 0-19-926479-1
  2. Vgl. Adelheid Müller-Lissner, Befreiendes Verzeihen In: Der Tagesspiegel, 9. Mai 2011, abgerufen am 9. November 2019
  3. Sascha Ansahl: Vergebung befreit: Der Weg zu Freude und innerem Frieden. Reichel Verlag, August 2016, ISBN 3-946433-29-4. Colin Tipping: Ich vergebe. Der radikale Abschied vom Opferdasein. Kamphausen, Bielefeld 2004, ISBN 3-933496-80-2.
  4. American Psychological Association. Forgiveness: A Sampling of Research Results.. 2006. Archiviert vom Original am 26. Juni 2011. Abgerufen am 7. Februar 2009. Vgl. Karin Scheiber: Vergebung: Eine systematisch-theologische Untersuchung. Mohr Siebeck, Tübingen 2006. ISBN 978-3-16-148893-1 S. 266 ff.
  5. Franz Graf-Stuhlhofer: Basis predigen. Grundlagen des christlichen Glaubens in Predigten, dazu eine didaktische Homiletik für Fortgeschrittene. Verlag für Theologie und Religionswissenschaft, Nürnberg 2010, S. 149–156.
  6. Eberhard Schockenhoff: Erlöste Freiheit. Worauf es im Christentum ankommt. Herder, Freiburg 2012, ISBN 978-3-451-34133-5, S. 73 ff.
  7. Lutherisches Kirchenamt (Hrsg.): Unser Glaube. Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche, Gütersloh: Gerd Mohn 1986, Nr. 747.
  8. Mohandas K. Gandhi: The Doctrine of the Sword. In: Allen und Linda Kirschner (Hrsg.), Blessed are the Peacemakers, S. 257–263, New York 1971.
  9. The Doctrine Of The Sword (engl.)
  10. Mahabharata Buch 3 Kapitel 29. Abgerufen am 7. August 2019.
  11. Pali Jae Lee and Koko Willis: Tales from the Night Rainbow, Night Rainbow Publishing, Honolulu 1990.
  12. Michael Micklei: Die Krönung des Bewusstseins – eine göttliche Handreichung durch das Ho'oponopono nach Morrnah Simeona, Micklei Media und Pacifica Seminars, 2011, ISBN 978-39426-1-1
  13. Reinhard Tausch: Verzeihen, die doppelte Wohltat. In: Psychologie heute, April 1993, S. 20–26.
  14. Karin Scheiber: Vergebung: Eine systematisch-theologische Untersuchung. Mohr Siebeck, Tübingen 2006. ISBN 978-3-16-148893-1

 


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